Ein defekter Frontzahn im Oberkiefer war nicht mehr zu retten. Damit die neue Brücke langfristig gut aussieht, wurde zuerst der Knochen aufgebaut – und ein Langzeitprovisorium eingesetzt, das die Ausheilung begleitet hat.
Alle Bilder wurden mit ausdrücklicher Genehmigung der Patientin veröffentlicht.
Die Patientin kam mit einem defekten Frontzahn im Oberkiefer, der nicht mehr zu erhalten war. Eine Extraktion war unvermeidlich. Die Frage war: Was kommt danach – und wie geht man vor, damit das Ergebnis gut aussieht und langfristig stabil bleibt?
Einfach ziehen und sofort eine Brücke einsetzen wäre die schnelle Lösung gewesen. Aber nach einer Extraktion baut der Kieferknochen ab – das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Brücke würde mit der Zeit unnatürlich wirken. Das wollten wir vermeiden.
Nach der Extraktion wurde zunächst ein Knochenaufbau durchgeführt, um den Alveolarknochen zu erhalten und eine stabile Basis für die spätere Brücke zu schaffen. Gleichzeitig wurde ein Langzeitprovisorium eingesetzt – damit die Patientin während der gesamten Ausheilphase keine sichtbare Lücke hatte.
Das Provisorium ist dabei mehr als nur ein Platzhalter. Es formt das Zahnfleisch, hält den Raum offen und gibt uns die Möglichkeit, Form und Ästhetik zu testen, bevor die definitive Versorgung eingesetzt wird. Erst nach vollständiger Ausheilung wurde die vollkeramische Oberkieferfrontzahnbrücke eingegliedert.
Die neue Brücke fügt sich natürlich ins Lächeln ein. Das Zahnfleisch ist stabil, der Übergang zwischen Brücke und Gewebe harmonisch. Die Patientin hat ein Ergebnis, das nicht nur gut aussieht, sondern auch langfristig hält.
Wer sich die Zeit nimmt, den Knochen richtig aufzubauen und das Gewebe zu formen, bekommt am Ende ein deutlich besseres Ergebnis als jemand, der sofort eine Brücke einsetzt. Geduld zahlt sich aus.
Wir erklären Ihnen, welche Optionen es gibt – und was in Ihrem Fall sinnvoll ist.