Bleaching beim Zahnarzt oder zuhause – was ist besser?
Zahnaufhellung gibt es in vielen Varianten – vom Streifen aus der Drogerie bis zum professionellen Bleaching beim Zahnarzt. Was wirklich funktioniert und was Sie beachten sollten.
Weiße Zähne sind ein Wunsch, den viele haben. Der Markt für Zahnaufhellungsprodukte ist riesig – Streifen, Gels, Schienen, LED-Lampen, Aktivkohle, Whitening-Zahnpasten. Dazwischen: das professionelle Bleaching beim Zahnarzt. Was ist der Unterschied, und lohnt sich der Aufwand?
Was Bleaching kann und was nicht
Bleaching hellt natürliche Zahnsubstanz auf. Es wirkt auf Verfärbungen, die durch Kaffee, Tee, Rotwein, Nikotin oder einfach das Älterwerden entstehen. Was es nicht kann: Zahnersatz aufhellen. Kronen, Veneers, Füllungen und Implantatkronen reagieren nicht auf Bleichmittel – ihre Farbe bleibt unverändert. Wer also Zahnersatz im Sichtbereich hat, sollte das vor einem Bleaching bedenken.
Heimbleaching aus der Drogerie
Produkte aus der Drogerie enthalten in der EU maximal 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid – das ist gesetzlich begrenzt. Das reicht für eine leichte Aufhellung, aber nicht für dramatische Ergebnisse. Wer deutlich hellere Zähne möchte, wird damit enttäuscht sein.
Aktivkohle und Whitening-Zahnpasten funktionieren hauptsächlich durch Abrasion – sie schleifen Oberflächenbeläge ab. Das kann kurzfristig heller wirken, schädigt aber bei regelmäßiger Anwendung den Zahnschmelz.
Professionelles Bleaching beim Zahnarzt
Der Zahnarzt darf Produkte mit bis zu 6 Prozent Wasserstoffperoxid verwenden – das ist deutlich wirksamer. Es gibt zwei Methoden:
In-Office-Bleaching (Praxisbleaching): Das Bleichmittel wird direkt in der Praxis aufgetragen, oft kombiniert mit einer Lichtaktivierung. In einer Sitzung von 60–90 Minuten sind Aufhellungen von mehreren Farbstufen möglich. Ergebnis ist sofort sichtbar.
Home-Bleaching mit individuellen Schienen: Der Zahnarzt fertigt maßgenaue Schienen an, die Sie zuhause mit einem professionellen Gel befüllen. Über 2–4 Wochen tragen Sie die Schienen täglich für einige Stunden. Das Ergebnis ist gleichmäßig und hält länger.
Was kostet professionelles Bleaching?
In-Office-Bleaching: 300–600 Euro. Home-Bleaching mit Schienen: 200–400 Euro. Beide Methoden sind Privatleistungen, die Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht.
Worauf sollten Sie achten?
Vor jedem Bleaching sollte eine professionelle Zahnreinigung stattfinden – Beläge auf den Zähnen verhindern, dass das Bleichmittel gleichmäßig wirkt. Außerdem sollten Karies und Zahnfleischprobleme vorher behandelt werden.
Empfindliche Zähne können während und nach dem Bleaching vorübergehend empfindlicher werden. Das legt sich in der Regel nach einigen Tagen.
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Weiterführende Artikel:
Dr. Andreas Vogtner
Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt
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