Die Patientin hatte als Erwachsene einen Fahrradunfall, bei dem zwei Frontzähne komplett ausgeschlagen wurden. Die Folgen: verfärbte, ankylosierte Zähne und eine veraltete Versorgung. Der Weg zurück zu einem natürlichen Lächeln war lang – und erforderte die enge Zusammenarbeit zweier Spezialisten.
Alle Bilder wurden mit ausdrücklicher Genehmigung der Patientin veröffentlicht.
Als Erwachsene hatte die Patientin einen Fahrradunfall. Dabei wurden zwei Frontzähne komplett aus dem Kiefer herausgeschlagen – medizinisch: avulsiert. Die Zähne wurden replantiert und die Erstversorgung erfolgte an der Uniklinik München. Anschließend wurden die Zähne 11 bis 23 beim Hauszahnarzt wurzelbehandelt.
Im Laufe der Jahre zeigten sich die typischen Langzeitfolgen solcher Traumata: Die behandelten Zähne hatten sich von innen heraus dunkel verfärbt. Außerdem waren einige Zähne ankylosiert – das heißt, sie waren mit dem Kieferknochen verwachsen, ohne das natürliche Parodontalligament dazwischen. Das Lächeln trug die Geschichte des Unfalls noch immer sichtbar.
Normalerweise ist ein Zahn über das Parodontalligament – ein feines Fasernetz – elastisch im Knochen verankert. Nach einer Replantation kann dieses Ligament fehlen oder sich nicht regenerieren. Der Zahn verwächst dann direkt mit dem Knochen. Das klingt stabil, ist aber problematisch: Ein ankylosierter Zahn kann sich nicht mehr mit dem Kiefer mitbewegen, er bleibt in seiner Position stehen, während der Knochen um ihn herum weiter wächst. Langfristig kann das zu einem Höhenverlust des Zahns im Vergleich zu den Nachbarzähnen führen.
Die Patientin kam zu uns mit dem Wunsch nach einer ästhetischen Frontzahnversorgung. Bevor Dr. Barbara Vogtner die neue keramische Versorgung einsetzen konnte, musste Dr. Andreas Vogtner die Grundlage schaffen:
Erst nach Abschluss dieser Vorbehandlung hat Dr. Barbara Vogtner die neue Versorgung geplant und umgesetzt.
Dr. Barbara Vogtner versorgte die Frontzähne mit 4 vollkeramischen Kronen und 2 vollkeramischen Teilkronen. Die Entscheidung zwischen Krone und Teilkrone richtet sich nach der verbliebenen Zahnsubstanz: Wo noch ausreichend gesunde Substanz vorhanden war, wurde eine Teilkrone gewählt, die nur den beschädigten Bereich ersetzt. Wo die Substanz nicht mehr ausreichte, kam eine Vollkrone zum Einsatz.
Vollkeramik hat gegenüber Metallkeramik einen entscheidenden optischen Vorteil: Das Licht kann durch die Krone hindurchscheinen wie durch einen natürlichen Zahn. Kein Grauschimmer, keine unnatürliche Opazität. Die Farbe wurde sorgfältig auf die natürlichen Zähne im Seitenzahnbereich abgestimmt – das Ziel war kein strahlend weißes Ergebnis, sondern ein harmonisches.
Neun Zähne, die von natürlichen nicht zu unterscheiden sind. Die Geschichte des Unfalls ist im Lächeln nicht mehr sichtbar. Das ist das Ziel solcher Fälle: nicht das Außergewöhnliche zeigen, sondern das Normale wiederherstellen.
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