Fallstudie · Implantologie

Sofortimplantat mit Bindegewebstransplantat und Knochenaufbau

Wenn ein Zahn verloren geht und das umliegende Gewebe gleichzeitig aufgebaut werden muss – ein Fall, der Chirurgie und Prothetik eng verzahnt. Sofortimplantat, Knochenaufbau, Bindegewebstransplantat und Langzeitprovisorium in einer Behandlungssitzung.

Behandlung Sofortimplantat + Knochenaufbau + Bindegewebstransplantat + Zirkonkrone
Dauer 1 Tag OP + 4–6 Monate Einheilung
Kategorie Implantologie · Chirurgie
Vorher
Vorher: Ausgangssituation vor Sofortimplantat mit Bindegewebstransplantat
Nachher
Nachher: Zirkonkrone auf Sofortimplantat – definitives Ergebnis

Alle Bilder wurden mit ausdrücklicher Genehmigung des Patienten veröffentlicht.

Die Ausgangssituation

Der Patient kam mit einem nicht erhaltungswürdigen Zahn zu uns – die Wurzel war so stark geschädigt, dass eine Extraktion unvermeidbar war. Gleichzeitig zeigte sich ein Knochendefekt im betroffenen Bereich, und das Weichgewebe war durch die Vorgeschichte ausgedünnt. Ein klassischer Fall, bei dem viele Kollegen zwei oder drei separate Eingriffe planen würden.

Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden: alles in einer Sitzung.

Der Behandlungsablauf

Nach der schonenden Extraktion wurde das Implantat sofort in die Extraktionsalveole eingebracht – das sogenannte Sofortimplantat. Gleichzeitig erfolgte der Knochenaufbau mit einem Knochenersatzmaterial, um den vorhandenen Defekt auszugleichen und dem Implantat langfristig eine stabile Basis zu geben.

Das Bindegewebstransplantat vom Gaumen wurde eingesetzt, um das Weichgewebe rund um das Implantat zu verdicken. Das ist entscheidend für das ästhetische Langzeitergebnis: Nur wenn genug Gewebe vorhanden ist, bleibt die Gingiva auch nach Jahren stabil und sieht natürlich aus.

Am Ende der Sitzung wurde ein Langzeitprovisorium eingesetzt, das die Einheilphase begleitet und gleichzeitig das Weichgewebe in die gewünschte Form führt.

Die Einheilphase

Über vier bis sechs Monate heilte das Implantat ein. In dieser Zeit wurde das Provisorium mehrfach angepasst, um das Weichgewebe schrittweise zu formen. Dieser Schritt wird oft unterschätzt – das Emergenzprofil, also die Form des Zahnfleischsaums rund um die spätere Krone, entscheidet maßgeblich darüber, ob das Ergebnis natürlich wirkt.

Das Ergebnis

Die definitive Zirkonkrone wurde nach vollständiger Einheilung eingesetzt. Das Ergebnis: ein Zahn, der sich nahtlos in die natürliche Zahnreihe einfügt – stabil, ästhetisch und langlebig. Der Patient hatte nach dem ersten Eingriff keine weiteren chirurgischen Sitzungen mehr nötig.

Genau das ist der Vorteil des kombinierten Vorgehens: weniger Eingriffe, kürzere Gesamtbehandlungszeit und ein vorhersehbares Ergebnis – wenn die Planung stimmt.

Eingriffe

  • Schonende Extraktion
  • Sofortimplantat
  • Knochenaufbau (GBR)
  • Bindegewebstransplantat
  • Langzeitprovisorium
  • Definitive Zirkonkrone

Besonderheit

Alle chirurgischen Maßnahmen in einer Sitzung – Extraktion, Implantat, Knochenaufbau und Weichgewebsaugmentation gleichzeitig.

Gesamtdauer

1 chirurgische Sitzung + 4–6 Monate Einheilung + Kronenversorgung. Deutlich kürzer als ein mehrzeitiges Vorgehen.

Weiterführende Informationen

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