Was kostet ein Implantat wirklich – und wie lässt es sich finanzieren?
Implantate sind teuer. Das stimmt. Aber die Frage ist nicht nur, was sie kosten – sondern was sie im Vergleich zu den Alternativen langfristig kosten.
Die häufigste Frage, die ich im Erstgespräch höre, ist: “Was zahlt die Krankenkasse?” Die ehrliche Antwort: Wenig. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.
Was die gesetzliche Krankenkasse übernimmt
Die GKV zahlt keinen Cent für das Implantat selbst – also nicht für die Titanschraube, die Bohrschablone, den Eingriff oder das Abutment. Das ist alles Privatleistung.
Was die Kasse übernimmt: einen Festzuschuss für den Zahnersatz, also die Krone. Dieser Zuschuss liegt je nach Befundklasse zwischen 30 und 65 Prozent der Regelversorgung – nicht des tatsächlichen Preises. In der Praxis bedeutet das: Die Kasse zahlt vielleicht 200 bis 400 Euro für eine Krone, die 1.200 Euro kostet.
Wer seinen Bonusheft lückenlos geführt hat, bekommt einen erhöhten Zuschuss von bis zu 65 Prozent der Regelversorgung.
Zahnzusatzversicherung
Eine gute Zahnzusatzversicherung kann einen erheblichen Teil der Implantatkosten übernehmen – je nach Tarif 50 bis 100 Prozent der Gesamtkosten, inklusive Implantat, Aufbau und Krone.
Wichtig: Eine Zahnzusatzversicherung muss abgeschlossen werden, bevor ein Zahnproblem diagnostiziert wird. Wer bereits eine Lücke hat oder dem Zahnarzt schon gesagt hat, dass ein Implantat geplant ist, bekommt dafür keine Leistung mehr. Das ist keine Kleinigkeit – das ist ein häufiger Fehler, den ich Patienten erkläre.
Wenn Sie noch keine Versicherung haben und ein Implantat in Betracht ziehen: Erst Versicherung abschließen, dann Behandlung planen.
Ratenzahlung
Wir arbeiten mit Rechenzentren zusammen, die die Abrechnung übernehmen und Patienten die Möglichkeit geben, die Kosten in Raten zu zahlen – in der Regel über 12 bis 48 Monate. Das macht auch größere Behandlungen finanziell planbar.
Sprechen Sie uns darauf an. Wir klären das im Erstgespräch, bevor irgendwas geplant oder begonnen wird.
Was ein Implantat wirklich kostet – im Vergleich
Ein Einzelimplantat kostet bei uns je nach Aufwand zwischen 3.000 und 4.500 Euro. Das klingt viel. Aber zum Vergleich:
Eine Brücke, die drei Zähne ersetzt (zwei Pfeiler, ein Brückenglied), kostet 2.000 bis 3.500 Euro – und die Nachbarzähne werden dafür beschliffen. Wenn ein Pfeiler irgendwann versagt, muss die gesamte Brücke erneuert werden.
Ein Implantat berührt die Nachbarzähne nicht. Es hält bei guter Pflege 20 Jahre und länger. Gerechnet auf die Lebensdauer ist es oft die günstigere Lösung.
Häufige Fragen
Kann ich das Implantat von der Steuer absetzen? Ja. Implantatkosten sind außergewöhnliche Belastungen und können steuerlich geltend gemacht werden. Lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater beraten.
Was passiert, wenn ich die Ratenzahlung nicht einhalten kann? Das regeln Sie direkt mit dem Rechenzentrum, nicht mit uns. Sprechen Sie uns frühzeitig an, wenn Sie Bedenken haben – wir finden eine Lösung.
Gibt es günstigere Implantate? Ja. Es gibt Implantate aus Niedriglohnländern für 500 bis 800 Euro. Was dabei oft fehlt: Qualitätskontrolle, Nachsorge, und ein Ansprechpartner, wenn etwas nicht stimmt. Ich setze ausschließlich Implantate von Herstellern, deren Langzeitdaten ich kenne und denen ich vertraue.
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Dr. Andreas Vogtner
Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt
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