Interner Sinuslift – die schonende Alternative
Erfahren Sie, wie der interne Sinuslift als minimalinvasiver Knochenaufbau im Oberkiefer funktioniert und wann er die beste Wahl für Ihr Implantat ist.
Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: Sie haben sich eigentlich schon mit dem Gedanken an ein Zahnimplantat angefreundet, doch dann fällt bei der Voruntersuchung ein Satz, der erst einmal verunsichert: „Hier oben ist leider nicht mehr genug Knochen vorhanden.“ Das klingt im ersten Moment nach einer großen Operation und einer langen Wartezeit. Doch in vielen Fällen ist das gar nicht nötig. Wenn im seitlichen Oberkiefer nur ein paar Millimeter an Höhe fehlen, gibt es eine Lösung, die deutlich sanfter ist als ein klassischer Knochenaufbau. Wir sprechen hier vom sogenannten internen Sinuslift.
Stellen Sie sich den Oberkiefer wie ein Stockwerk vor, über dem direkt die Kieferhöhle liegt – ein luftgefüllter Hohlraum. Wenn Zähne über längere Zeit fehlen, bildet sich der Knochen dort oft zurück, und der „Boden“ dieses Stockwerks wird dünner. Ein Implantat braucht aber eine gewisse Tiefe, um stabil zu stehen, ähnlich wie ein Dübel in einer Wand. Beim internen Sinuslift nutzen wir einen kleinen Trick, um genau dort neuen Platz zu schaffen, wo das Implantat später sitzen soll, ohne eine große Öffnung von außen schaffen zu müssen.
Was genau passiert beim internen Sinuslift?
Das Besondere an dieser Methode ist ihre Effizienz. Wir kombinieren den Knochenaufbau direkt mit der Vorbereitung für das Implantat. Anstatt das Zahnfleisch großflächig zu öffnen, nutzen wir den ohnehigen benötigten Kanal für das Implantat. Durch diese kleine Öffnung wird der Boden der Kieferhöhle – eine feine Membran, die wir Schneider-Membran nennen – ganz vorsichtig und nur um wenige Millimeter angehoben.
In den so entstandenen Zwischenraum füllen wir vorsichtig Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen. Das Schöne daran ist, dass wir bei dieser Variante meistens das Implantat sofort im selben Termin einsetzen können. Das spart Ihnen nicht nur Zeit, sondern auch einen zweiten chirurgischen Eingriff. Es ist ein minimalinvasives Vorgehen, das die Heilungsphase deutlich verkürzt und die Belastung für Ihren Körper minimiert.
| Merkmal | Interner Sinuslift | Externer Sinuslift |
|---|---|---|
| Eingriff | Minimalinvasiv über das Bohrloch | Zugang über ein seitliches Knochenfenster |
| Knochenmangel | Gering bis moderat (ca. 3-5 mm fehlen) | Starker Knochenmangel |
| Wundheilung | Sehr schnell, kaum Schwellungen | Etwas länger, moderate Schwellung möglich |
| Zeitaufwand | Implantat meist sofort möglich | Oft zweizeitiges Vorgehen nötig |
Wann ist diese Methode die richtige Wahl?
Der interne Sinuslift ist immer dann unser Favorit, wenn die vorhandene Knochensubstanz zwar nicht perfekt, aber noch solide ist. Wenn uns nur drei bis fünf Millimeter fehlen, um dem Implantat den nötigen Halt zu geben, ist dieses Verfahren ideal. Es ist sozusagen die Präzisionsarbeit für Fälle, in denen wir mit wenig Aufwand ein Maximum an Stabilität erreichen wollen.
In unserer Praxis in Ingolstadt sehen wir oft Patienten, die Angst vor Schmerzen nach einem Knochenaufbau haben. Hier kann ich Sie beruhigen: Da wir beim internen Sinuslift kaum Gewebe verletzen und keine großen Schnitte machen müssen, sind die Beschwerden danach meist minimal. Viele Patienten berichten, dass sie am nächsten Tag schon kaum noch etwas spüren. Es ist eine sehr sichere und bewährte Methode, die wir besonders gerne anwenden, weil sie so vorhersagbare Ergebnisse liefert.
Die Vorteile für Ihre Behandlung auf einen Blick
Ein wesentlicher Punkt, der für den internen Sinuslift spricht, ist die Erhaltung der natürlichen Strukturen. Wir arbeiten mit dem Körper, nicht gegen ihn. Durch den sanften Druck beim Anheben der Membran regen wir die natürliche Knochenneubildung an. Das Material, das wir einbringen, dient dabei als Gerüst, in das Ihr eigener Körper neuen, stabilen Knochen einbaut.
Zudem ist das Risiko für Infektionen oder Komplikationen bei diesem geschlossenen Verfahren äußerst gering. Da die Wunde so klein ist wie das Implantat selbst, heilt alles sehr zügig ab. Für Sie bedeutet das weniger Termine, weniger Stress und ein schnelleres Ergebnis auf dem Weg zu Ihren neuen, festen Zähnen.
Häufige Fragen zum internen Sinuslift
Ist der Eingriff schmerzhaft? Nein, der Eingriff findet unter lokaler Betäubung statt, sodass Sie währenddessen nichts spüren. Da die Methode so schonend ist, halten sich auch die Beschwerden nach dem Nachlassen der Betäubung sehr in Grenzen. Meist reicht eine leichte Schmerztablette vollkommen aus.
Wie lange dauert die Heilung, bis ich das Implantat voll belasten kann? Obwohl das Implantat oft sofort eingesetzt wird, muss der Knochen um das Implantat herum fest einheilen. In der Regel planen wir im Oberkiefer eine Einheilzeit von etwa vier bis sechs Monaten ein, bevor die endgültige Krone aufgesetzt wird. In dieser Zeit bildet sich der neue Knochen stabil um das Implantat herum aus.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Knochen für ein Implantat ausreicht oder wenn Ihnen anderswo gesagt wurde, dass ein komplizierter Aufbau nötig sei, lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen. In unserer Praxis in Ingolstadt nutzen wir moderne 3D-Diagnostik, um genau zu sehen, wie viel Platz wir haben. Oft finden wir mit dem internen Sinuslift einen Weg, der viel einfacher ist, als Sie vielleicht befürchten. Vereinbaren Sie einfach ein Beratungsgespräch bei uns in der Bergbräustraße – wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen.
Dr. Andreas Vogtner
Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt
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