Ratgeber / Implantologie

Wie sicher sind Zahnimplantate wirklich?

Über 95 Prozent Erfolgsquote – aber was steckt dahinter? Dr. Vogtner erklärt, was Zahnimplantate so sicher macht und welche Risiken Sie kennen sollten.

Dr. Andreas Vogtner
Dr. Andreas Vogtner
· Implantologie

„Und was, wenn das Implantat nicht hält?”

Das ist die Frage, die fast jeder Patient stellt – und das ist gut so. Wer einen chirurgischen Eingriff plant, sollte wissen, womit er es zu tun hat.

Hier sind die Fakten.

Was die Zahlen sagen

Zahnimplantate gehören zu den am besten untersuchten Verfahren in der Zahnmedizin. Die kumulierte Überlebensrate nach zehn Jahren liegt je nach Studie zwischen 94 und 98 Prozent.

Das bedeutet: Von 100 gesetzten Implantaten sind nach einem Jahrzehnt 94 bis 98 noch in Funktion.

Zum Vergleich: Zahnbrücken müssen im Schnitt nach zehn bis fünfzehn Jahren ersetzt werden. Eine herausnehmbare Prothese passt sich dem Kieferknochen an – nach unten.

Warum Implantate funktionieren

Moderne Implantate bestehen aus medizinischem Titan oder Zirkoniumoxid. Beide Materialien sind biokompatibel: Der Körper erkennt sie nicht als Fremdkörper und zeigt keine Abstoßungsreaktion.

Das Implantat verwächst direkt mit dem Kieferknochen. Dieser Prozess heißt Osseointegration und dauert drei bis sechs Monate. Danach sitzt das Implantat fester als ein natürlicher Zahn.

Wir setzen in unserer Praxis ausschließlich Bredent-Implantate – ein deutsches System mit bewährter Oberflächentechnologie und hoher Primärstabilität. Die Auswahl folgt klinischen Langzeitergebnissen, nicht Kostengründen.

Was das Risiko erhöht

Kein Eingriff ist ohne Risiko. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Implantat nicht einheilt:

  • Rauchen: verdreifacht das Versagensrisiko
  • Schlecht eingestellter Diabetes: beeinträchtigt die Wundheilung
  • Unbehandelte Parodontitis: Bakterienreservoire im Mund gefährden die Einheilung
  • Unzureichende Knochensubstanz: ohne stabiles Fundament kein langfristiger Halt
  • Mangelhafte Mundhygiene nach der Implantation

Alle diese Faktoren besprechen wir vor dem Eingriff. Manche lassen sich behandeln. Manche machen eine Implantation nicht unmöglich, aber anspruchsvoller.

Was eine spezialisierte Praxis ausmacht

Ich operiere als Implantologe – das ist mein Fokus. Nicht als Zahnarzt, der auch mal implantiert.

Jede Implantation in unserer Praxis wird mit 3D-Röntgen geplant. Das zeigt mir die genaue Knochenstruktur, den Verlauf von Nerven und Blutgefäßen und die Lage der Kieferhöhle. Ich weiß vor dem ersten Schnitt, wo das Implantat sitzt.

Das macht den Eingriff minimalinvasiv. Es verkürzt die Heilungszeit. Und es senkt das Risiko von Komplikationen.

Was Sie tun können

Die Sicherheit eines Implantats ist keine Einbahnstraße. Ich übernehme den chirurgischen Teil. Sie übernehmen die Pflege danach.

Regelmäßige Prophylaxe, gute Mundhygiene, Rauchverzicht – das sind keine Empfehlungen, sondern Voraussetzungen für langfristigen Erfolg.

Ein Implantat, das gut gepflegt wird, kann ein Leben lang halten. Das ist kein Versprechen – das sind dreißig Jahre klinische Daten.


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Dr. Andreas Vogtner

Dr. Andreas Vogtner

Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt

Fachlich geprüft Letzte Überprüfung: Mai 2026