Zahnimplantate – für wen sind sie die richtige Wahl?
Nicht jeder ist auf Anhieb ein Implantatkandidat – aber fast jeder kann es werden. Dr. Vogtner erklärt, wer sofort beginnen kann und wer erst Vorbereitung braucht.
„Bin ich überhaupt ein Kandidat für Implantate?”
Die ehrliche Antwort: Fast alle, die das fragen, sind es. Oder können es werden.
Es gibt wenige absolute Ausschlusskriterien. Viele Situationen, die auf den ersten Blick gegen Implantate sprechen, lassen sich behandeln. Die Frage ist nicht nur ob – sondern wie und in welcher Reihenfolge.
Wer sofort beginnen kann
Wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Implantatversorgung in der Regel zügig beginnen:
Ausreichende Knochensubstanz: Der Kieferknochen muss genug Volumen haben, um das Implantat stabil zu halten. Das prüfen wir mit einem 3D-Röntgenbild.
Gute Mundgesundheit: Aktive Entzündungen – Parodontitis, Karies, Zysten – müssen vor der Implantation behandelt sein. Ein Implantat in einen entzündeten Kiefer zu setzen ist kein guter Start.
Abgeschlossenes Knochenwachstum: Bei jüngeren Patienten warten wir, bis das Kieferwachstum abgeschlossen ist. Das ist in der Regel mit 18 Jahren der Fall.
Stabile Allgemeingesundheit: Gut eingestellte chronische Erkrankungen sind meist kein Hindernis.
Wer Vorbereitung braucht – aber trotzdem Kandidat ist
Viele Patienten sind nicht sofort bereit für Implantate, können aber mit Vorbereitung dorthin kommen.
Knochenabbau: Wenn Zähne lange fehlen, baut sich der Knochen ab. Mit modernen Knochenaufbauverfahren lässt sich das in den meisten Fällen beheben. Der Gesamtablauf dauert länger – das Ergebnis ist dasselbe.
Parodontitis: Eine Vorbehandlung ist zwingend. Erst wenn die Entzündung unter Kontrolle ist, setzen wir das Implantat.
Diabetes: Bei gut eingestelltem Diabetes sind Implantate möglich. Die Wundheilung kann etwas langsamer verlaufen – das planen wir ein.
Rauchen: Raucher haben ein höheres Risiko für Implantatverlust. Wer bereit ist, den Konsum zu reduzieren oder aufzuhören, verbessert seine Chancen erheblich.
Was selten tatsächlich unmöglich ist
Ich sage Patienten selten, dass Implantate nicht möglich sind. Ich sage ihnen, was notwendig ist, damit sie möglich werden.
Die häufigste Situation: Patienten kommen mit einem Befund, bei dem andere Praxen abgewunken haben. Zu wenig Knochen. Zu viele fehlende Zähne. Zu alt.
Wir schauen uns das an. Oft finden wir einen Weg.
Sie möchten wissen, ob Implantate für Sie möglich sind? Wir beantworten das nach einer Untersuchung ehrlich und direkt. Beratungstermin vereinbaren →
Dr. Andreas Vogtner
Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt
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